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Silberpreis

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Wie entsteht der Silberpreis?

Ähnlich wie es bei anderen Edelmetallen wie Gold, Platin oder Palladium der Fall ist, handelt es sich bei Silber um einen Rohstoff, dessen Preis von Angebot und Nachfrage abhängt. Da sich insbesondere die Nachfrage aufgrund unterschiedlichster Einflussfaktoren schnell ändern kann, gestaltet sich der Silberkurs sehr volatil, was sich auch auf Tagesbasis im Silberchart ablesen lässt. Der Silberpreis, der sich jeweils auf eine Feinunze (31,1 Gramm) bezieht, wird wie unter anderem der Platinpreis und der Goldpreis in der Weltleitwährung US-Dollar angegeben. Der Silberpreis in Euro ergibt sich demzufolge über den Wechselkurs zwischen dem Euro und dem US-Dollar.

Angebot und Nachfrage treffen zwar auch im kleinen Rahmen des privaten Handels mit Silbermünzen und Silberbarren aufeinander, bestimmt wird der Silberkurs jedoch letztlich an den großen Terminbörsen der Welt. Bestimmend für den Preis von Silber, das unter dem standardisierten Währungskürzel »XAG« gehandelt wird, ist in erster Linie die in New York ansässige Rohstoffbörse NYMEX, an der ein großer Teil des weltweiten Handelsvolumens abgewickelt wird. Ebenfalls mitbestimmend ist der Handel an anderen großen Terminbörsen wie dem Chicago Board of Trade (CBOT) und der Tokyo Commodity Exchange (TOCOM).

Durch welche Einflussfaktoren wird der Silberpreis beeinflusst?

Anders als etwa beim Goldpreis ist die Silberkursentwicklung nochmals deutlich stärker von der industriellen Nachfrage abhängig. Das liegt daran, dass Silber zu einem wesentlich höheren Anteil in Branchen wie der Elektro- und Fahrzeugtechnik benötigt wird und dieser Einfluss den Status als Anlagemetall überwiegt. Folglich wird sowohl der Silberkurs in Euro als auch in Dollar in erster Linie durch die industrielle Nachfrage bestimmt, die dem aktuellen Silberangebot aus Förderung und Recycling gegenübersteht.

Damit haben auch die Förder- und Explorationskosten sowie der direkt auf die Förderkosten einwirkende Ölpreis einen Einfluss auf die Silberpreisentwicklung. Abgesehen von Wechselkursen zwischen Euro und US-Dollar kommen als weitere Komponente emotionale Faktoren hinzu, da Silber ebenfalls ein traditionelles Anlagemetall ist. Drohende Kriege, politische Krisen, die Weltwirtschaftslage und auch Ängste vor Inflation sind folglich klassische Preisfindungsfaktoren für den Silberwert.

Historisches Wertverhältnis zwischen Gold- und Silberpreis

Silber und Gold sind in ihrer Verwendung bereits seit Jahrhunderten ebenso eng korreliert wie der Goldpreis und der Preis für Silber. Ausdruck dieses Verhältnisses ist das Gold-Silber-Preisverhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um eine Unze Gold zu erwerben. Historisch liegt dieses Verhältnis bei rund 1:15 und damit sehr nahe am natürlich Rohstoffvorkommen, bei dem auf eine Unze Gold zehn Unzen Silber kommen. Allerdings hat das Wertverhältnis immer wieder Schwankungen im Bereich von 1:10 bis hin zu 1:100 unterlegen. Der Silberpreis rangiert aktuell im Vergleich zu Gold bei einem Verhältnis von rund 1:75. Diese historische Unterbewertung bietet Chancen für Investoren, die in Silberbarren oder Silbermünzen wie das Maple Leaf, den Koala, den Kookaburra oder den American Eagle investieren möchten.

Silberpreisspekulation der Gebrüder Hunt

Seinen historischen Höchstkurs erlangte der Silberpreis im Jahr 1980 kurz vor dem Platzen der weltberühmten Silberspekulationsblase der Gebrüder Hunt. Diese kauften zwischen Mitte der 1970er Jahre und dem Jahr 1980 zusammen mit Investoren aus Saudi-Arabien großen Mengen an Silber und Silberkontrakten, woraufhin der Silberkurs in die Höhe schoss und zahlreiche Privatanleger auf den Silberzug aufspringen ließ. Bei einem Höchststand von inflationsbereinigten 50 US-Dollar pro Feinunze schob die US-Börsenaufsicht dem Spekulationstreiben der Gebrüder Hunt durch die Änderungen der Handelsregeln einen Riegel vor, was die Blase zum Platzen brachte.