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Rhodiumpreis

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Wie entsteht der Rhodiumpreis?

Auch wenn das Platinmetall Rhodium in der jüngeren Vergangenheit einen steigenden Zuspruch als Anlagemetall sowohl in physischer Form als auch in Gestalt von Anlageprodukten wie Rohstofffonds zu verzeichnen hat, unterscheidet sich die Preisbildung stark von derer anderer Edelmetalle. Dies liegt daran, dass der Mechanismus aus Angebot und Nachfrage nicht wie beim Goldpreis, Silberpreis oder auch Platinpreis zu einem großen Anteil von Emotionen von Anlegern und Investoren bestimmt wird, sondern von der Nachfrage aus der Industrie.

Dementsprechend gestaltet sich der Rhodiumkurs an der Börse tendenziell schwankungsanfälliger, sprich volatiler. Da es sich um einen reinen Rohstoff handelt, haben der Rhodiumankauf und Rhodiumverkauf durch Anleger, die in physische Rhodiumbarren oder Rhodiumpulver investieren, keinen signifikanten Einfluss auf die Preisbildung. Diese findet wie bei anderen Metallen auch an den großen Warenterminbörsen der Welt statt, wo Rhodium mehrheitlich in Form von Rohstoff-Futures gehandelt wird.

Zu den für den Kurs von Rhodium bedeutendsten Börsen gehören neben der in New York ansässigen New York Mercantile Exchange (NYMEX) auch die Tokioter Rohstoffbörse (TOCOM) sowie das Chicago Board of Trade (CBOT). Als Bezugsgröße für den Rhodiumhandel dient wie auch beim Goldhandel die Feinunze mit einem Gewicht von rund 31,1 Gramm. Da der Rhodiumpreis in US-Dollar ermittelt wird, ergibt sich der Rhodiumpreis in Euro aus dem Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar, was für Euro-Investoren sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

Durch welche Einflussfaktoren wird der Rhodiumpreis beeinflusst?

Der primäre Einflussfaktor auf den Rhodiumpreis ist die industrielle Nachfrage. Diese kommt dabei zu beinahe 80 Prozent aus der Automobilindustrie, sodass der Rhodiumpreis sehr eng an die Konjunkturentwicklung gekoppelt ist. Weitere industrielle Einflussfaktoren auf der Nachfrageseite sind die Medizintechnik sowie die Schmuckindustrie. Faktoren wie die Angst vor einer Inflation oder die Krisenvorsorge spielen bei der Rhodiumpreisbildung derzeit noch keine Rolle. Den Einflussfaktoren der Nachfrage stehen die Einflussfaktoren des Angebots gegenüber, zumal sich beispielsweise Löhne in den Produktionsländern ebenso auf die Förder- und Explorationskosten auswirken wie der aktuelle Rohölpreis.

Ferner handelt es sich beim Rhodiummarkt um einen im Quervergleich zum Gold- und Silbermarkt sehr engen Markt mit geringen Handelsvolumina, sodass größere Kontrakte aus dem Bereich der Wirtschaft sowie plötzliche Geldzuflüsse von Investoren mitunter starke Schwankungen im Rhodium-Chart auslösen können. Für Investoren aus Deutschland kommt hinzu, dass Rhodium nicht wie Anlagegold steuerbefreit ist, sondern mit dem vollen Mehrwertsteuersatz in Höhe von 19 Prozent belegt ist. Dies wirkt sich freilich beim Verkauf von Rhodiumbarren bei einem Edelmetallhändler oder einer Scheideanstalt deutlich aus.

Historische Entwicklung des Rhodiumpreises

Während der Rhodiumpreis lange Jahre um die 450-Dollar-Marke rangierte, führte die im Jahr 2005 massiv ansteigende Nachfrage aus der Schmuckindustrie in den Folgejahren zu einer Kursexplosion, zumal der Bedarf die Jahresproduktion allein im Jahr 2005 um 25,3 Tonnen überschritt. Binnen weniger Jahre stieg der Kurs bis in den Juni 2008 hinein auf sein bisheriges Maximum von 9.700 US-Dollar pro Feinunze, womit Rhodium zum damals teuersten Metall wurde.

Seither fiel der Kurs, unter anderem durch die sich abkühlende Konjunktur in China sowie die Finanzkrise deutlich unter die 1.000-US-Dollar-Marke. Die von der Politik und Umweltverbänden geforderten härteren Abgaswerte, könnten durch die steigende Nachfrage aus der Automobilindustrie jedoch zukünftig zu nachhaltigen Anstiegen des Rhodiumkurses führen. Dies wiederum stellt eine Chance für spekulative Investoren dar.