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Platinpreis

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Wie entsteht der Platinpreis?

Ebenso wie andere Edelmetalle wird Platin weltweit in US-Dollar gehandelt, wobei analog zu Gold, Silber und Palladium die Feinunze (31,1 Gramm) als Bezugsgröße für den Platinpreis gilt. Der Platinpreis gleicht in seiner Charakteristik eher dem Silberpreis als dem Goldpreis, da es sich auch bei Platin um ein Edelmetall handelt, das überwiegend in der industriellen Fertigung benötigt wird. Da Angebot und Nachfrage von Platin dementsprechend Schwankungen unterworfen sind, gestaltet sich auch der Preis für Platin sehr volatil. Die Preisfindung selbst findet im Fall von Platin an den großen Warenterminbörsen der Welt statt, wo die größten Handelsvolumina an physischem und verbrieftem Platin zu finden sind.

Am wichtigsten für die Platinpreisentwicklung ist der Handel an der in Tokyo ansässigen Tokyo Commodity Exchange (TOCOM) sowie an der New York Mercantile Exchange (NYMEX), wo vor allem Platin-Futures gehandelt werden. Wichtig für den physischen Handel mit Platinbarren und Platinmünzen ist jedoch auch der außerbörsliche Handel am London Platinum and Palladium Market (LPPM), da das dort mehrmals tägliche durchgeführte Platinfixing auch als Referenz für den Platinpreis beim tagesaktuellen Platinankauf durch Edelmetallhändler dient. Im Gegensatz zu physischem Gold, kommt zum über Angebot und Nachfrage ermittelten Platinpreis hierzulande noch die Mehrwertsteuer in Höhe von aktuell 19 Prozent.

Durch welche Einflussfaktoren wird der Platinpreis beeinflusst?

Der Platinmarkt zeichnet sich durch seine geringe Größe aus, was die Beeinflussung des Platinpreises durch Angebot und Nachfrage intensiviert. Besonders groß ist der Einfluss der industriellen Nachfrage aus der Automobilindustrie, zumal beinahe die Hälfte der Jahresproduktion an Platin für Katalysatoren und andere Bauteile benötigt wird. Insbesondere durch eine schwankende Jahresproduktion sowie die Beschaffenheit der Automobilindustrie kommt die Volatilität des Platinpreises zustande. An zweiter Stelle stehen Wechselkurseinflüsse, zumal sich der Platinpreis in Euro auf Wechselkursbasis aus dem Platinkurs in US-Dollar ergibt.

Insgesamt ist dabei zu beobachten, dass sich der Platinpreis umgekehrt proportional zur US-Währung verhält. Insbesondere der Preis von Platinmünzen wie dem American Eagle oder dem Maple Leaf wird weiterhin von Prägekosten und Händlermargen bestimmt, was auch eine Rolle beim Platinankauf spielt. Anders als bei Gold und Silber spielen emotionale Faktoren wie Inflationsangst und Krisenvorsorge bei Preisfindung eine deutlich geringere Rolle.

Historisches Wertverhältnis zwischen Gold- und Platinpreis?

Neben dem Wertverhältnis zwischen Gold und Silber existiert auch ein sogenanntes »Gold-Platin-Ratio«, das angibt, wie viele Unzen Platin einer Unze Gold entsprechen. Für Anleger ist an dieser Stelle die Zyklik in der Preisentwicklung für Platin an der Börse interessant, zumal sich Platinmünzen und Barren in Stückelungen von 10 g, 20 g, 50 g oder gar 1.000 g für die Portfoliodiversifikation eignen. Während der Platinpreis in Krisenzeiten aufgrund der geringen industriellen Nachfrage deutlich unter den Goldpreis fällt, übersteigt er den Goldkurs in Zeiten mit anhaltendem Wirtschaftswachstum in der Regel deutlich. Auch wenn eine Platinpreis-Prognose aufgrund der großen Volatilität kurzfristig nur schwer zu treffen ist, ist auf der langfristigen Ebene anzunehmen, dass der Wert von Platin durch die zunehmende Nachfrage im Bereich des Maschinenbaus und der Elektrotechnik ansteigen wird.