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Platinmünzen

Geschichte der Platinmünzen

Das sehr korrosionsbeständige Edelmetall Platin ist den meisten Menschen eher aus den Bereichen der Schmuckherstellung sowie durch die Verwendung beim Bau von Zahnimplantaten, Laborgeräten und Fahrzeugkatalysatoren bekannt. Nichtsdestotrotz existieren auch zahlreiche Anlagemünzen aus Platin, wenngleich das Edelmetall von den spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert lediglich als wertloses Abfallprodukt des Silberabbaus bezeichnet wurde, da man es für unfertiges "Gold hielt".

Dementsprechend wurde das Metall, obwohl es hervorragende Eigenschaften für das Prägen von Münzen hat, niemals wirklich als Münzmetall eingesetzt. Nur im von Zar Nikolaus I. regierten russischen Zarenreich kamen Platinmünzen als Kurantmünzen in Umlauf. Bedingt durch den rasant steigenden Platinpreis sowie den hohen Schmelzpunkt des Platins, der die Produktion von Münzen aus Platin sehr aufwändig machte, verschwanden die Platinmünzen im Jahr 1845 wieder aus dem Verkehr.

Geldanlage in Platin

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden beinahe ausschließlich einzelne Sonderprägungen wie die russische 150 Rubel Münze als Platinmünze geprägt. Damit sind gerade ältere Stücke für Sammler interessant, da diese mit einem Aufgeld auf den Platinpreis gehandelt werden und aufgrund ihrer Seltenheit weiteres Wertsteigerungspotenzial besteht. Aktuell geben gleich mehrere Länder Platin-Anlagemünzen heraus, die in vergleichsweise hoher Zahl geprägt werden und somit nahe am Platinpreis gehandelt werden, was sie für Investoren interessant macht. Im Gegensatz zu Goldmünzen werden Platinmünzen und Platinbarren ebenso wie Palladiummünzen und Silbermünzen hierzulande mit der Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent belegt. Dieser Steueraufschlag fällt demnach auch beim Platinankauf durch einen Edelmetallhändler ins Gewicht.

Zu den bekanntesten Prägungen zählen der aus den USA stammende Platin Eagle, das kanadische Maple Leaf, der australische Koala, die Cook Islands Prägungen, der Wiener Philharmoniker sowie die Isle of Man Anlagemünzen aus Platin. Kennzeichnend für diese modernen Platinmünzen ist die charakteristische Feinheit von 999,5/1000. Für Sammler interessant sind darüber hinaus die in besonders hoher Qualität geprägten "Proof"-Varianten (Polierte Platte), die in der Regel über wechselnde Motive verfügen, sowie einige weniger verbreitete Münzen. In diese Kategorie fallen beispielsweise der Wedge-Tailed Eagle, der Platypus und der Somalia Elefant.

In welchen Stückelungen kann man Platinmünzen kaufen?

Da Kurantmünzen aus Platin lediglich für eine kurze Zeitperiode im russischen Zarenreich im Einsatz waren, gibt es heute nur wenige Münzen aus Platin, deren Feingewicht in Gramm angegeben wird. Standardeinheit ist die Feinunze mit einem Gewicht von 31,1 g. Alle heute geläufigen Platin-Anlagemünzen sind primär in dieser Stückelung erhältlich. Einige Münzen, wie beispielsweise der australische Koala sind in einem deutlich größeren Variantenspektrum zu bekommen, das von 10 Unzen über 2 Unzen bis hin zu kleinen Stückelungen von 1/2 Unze, 1/4 Unze, 1/10 Unze und 1/20 Unze reicht. Allerdings sind kleinere Stückelungen nur bei wenigen Händlern zu bekommen und mit einem dementsprechenden Aufpreis gegenüber dem Platin-Spot versehen.