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Palladiumpreis

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Wie entsteht der Palladiumpreis?

Palladium wird, wie es für Edelmetalle üblich ist, in der Weltleitwährung US-Dollar gehandelt. Als Bezugsgröße dient dabei ebenso wie beim Goldpreis, Silberpreis und Platinpreis die Feinunze mit einem Gewicht von 31,1 Gramm. In seiner charakteristischen Ausprägung sowie der Entstehung ähnelt Preis für Palladium sehr dem Platin- und Silberpreis. Dies liegt daran, dass Palladium im Gegensatz zu Gold in der industriellen Produktion einen deutlich höheren Anteil hat. Somit sind es insbesondere die Mechanismen von Angebot und Nachfrage, die sich über die Auf- und Abschwungphasen der Wirtschaft auf den Wert von Palladium auf dem Weltmarkt auswirken. Die letztendliche Preisfindung geschieht im Fall von Palladium an den großen Warenterminbörsen, wo vor allem Futures auf den Rohstoff gehandelt werden.

Am bedeutendsten für den Palladiumpreis ist dabei die Tokyo Commodity Exchange (TOCOM), auf der das größte Volumen an Palladium unter dem internationalen Kürzel »XPD« gehandelt wird. Ein weiterer Handelsplatz mit großen Palladiumhandelsvolumen ist die New York Mercantile Exchange (NYMEX). Physisches Palladium in Form von Palladiumbarren wird indes außerbörslich im Rahmen des sogenannten Over-The-Counter-Verfahrens (OTC) am London Platinum and Palladium Market (LPPM) gehandelt. Das dort mehrmals am Tag durch die fünf bedeutendsten Banken des Handelsplatzes durchgeführte Palladiumfixing dient Edelmetallhändlern ebenfalls als Orientierungsmarke für den Palladiumankauf.

Durch welche Einflussfaktoren wird der Palladiumpreis beeinflusst?

Der Preis zu dem Palladium an der Börse gehandelt wird, hängt in erster Linie von der Nachfrage aus der Industrie ab, wobei der Automobil und Fahrzeugbau einen Großteil ausmacht. Ein parallel verlaufender Preisfaktor ist das bestehende Angebot, das sich wiederum aus wiederverwertetem Palladium sowie neu gefördertem Palladium zusammensetzt. Speziell die Förderkosten schlagen sich auf die Jahresproduktion und damit auch auf den Palladiumkurs nieder. Indirekt zählen somit auch Aspekte wie der Rohölpreis zu den Einflussfaktoren.

Da der Palladiummarkt im Vergleich zum Gold- und Silbermarkt eng und deutlich weniger liquide ist, können einzelne Marktakteure durch Spekulationen oder Investitionen einen vergleichsweise großen Einfluss auf den Palladiumkurs ausüben, sodass dieser volatiler ausfällt als beispielsweise der Goldpreis. Hinzu kommt neben der Tatsache, dass Palladium hierzulande mit dem vollen Mehrwertsteuersatz belegt ist, die Wechselkursproblematik, denn der Palladiumpreis in Euro ist über den Euro-Dollar-Kurs direkt mit dem US-Dollar korreliert.

Historisches Wertverhältnis zwischen Platin- und Platinpreis?

Wie im Edelmetallbereich üblich, wird auch der Palladium-Chart zu anderen Edelmetall-Charts beziehungsweise Preisen in ein Verhältnis gesetzt. Da Palladium in ähnlicher Weise verwendet wird wie Platin und anders als Gold deutlich weniger stark dem Aspekt der emotionalen Geldanlage unterliegt, wird Palladium in seiner Preisentwicklung mit Platin verglichen. Das sogenannte Platin-Palladium-Verhältnis gibt also an, wie viele Unzen Palladium dem Wert einer Unze Platin entsprechen.

Interessanterweise spiegelt sich in diesem Preisverhältnis dennoch wider, dass Platin zunehmend als Anlagemetall gefragt ist, zumal der Palladiumpreis durch seine noch engere Kopplung an die Konjunktur in Krisenzeiten deutlich stärker einbricht als der Platinpreis. In Zeiten des Booms, einer sogenannte Rohstoffehausse, rückt der Palladiumpreis hingegen deutlich näher an den Platinpreis heran. Diese Tatsache kann von Edelmetallinvestoren sowohl für strategische Spekulationen als auch für die Diversifikation des Portfolios genutzt werden.