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Kupferpreis

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Wie entsteht der Kupferpreis?

Kupfer unterscheidet sich nicht nur durch seine formale Eigenschaft als Halbedelmetall von Gold, Silber und Platin, sondern verhält sich auch in puncto Preisfindung gänzlich anders als typische Edelmetalle. Nichtsdestotrotz basiert auch der Kupferpreis auf den in der Wirtschaft seit Urzeiten allgegenwärtigen Prinzipien von Angebot und Nachfrage. Anders als beim Goldpreis, Silberpreis oder Platinpreis fallen die Schwankungen beim Kupferhandel an den großen Rohstoffbörsen dieser Welt deutlich größer aus, da Kupfer ausschließlich in der Industrie benötigt wird und nicht als klassisches Anlagemetall dient.

Am wichtigsten für den Kupferpreis ist die in London ansässige Warenterminbörse London Metal Exchange (LME), die weltweit führend im Kupferhandel ist. Weitere, wenn auch hinsichtlich des Handelsvolumens in Form von Futures deutlich kleinere Handelsplätze, sind die Metallbörse in Singapur (SIMEX) und die COMEX in New York. Der tagesaktuelle Preis, der wie bei den meisten Rohstoffen üblich, in der Weltleitwährung US-Dollar festgesetzt wird, bezieht sich aufgrund der geringen Wertdichte von Kupfer nicht auf eine Feinunze, sondern auf eine Tonne. Ergänzt wird der über die Rohstoffbörsen ermittelte Kupferpreis hierzulande durch die aufgeschlagene Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent, was vor allem auch beim Kupferankauf bei Metallhändlern ins Gewicht fällt.

Durch welche Einflussfaktoren wird der Kupferpreis beeinflusst?

Der Weltmarkt für Kupfer und Kupferbarren ist riesig, was nicht zuletzt am stetig steigenden Bedarf aus der Wirtschaft liegt, zumal Digitalisierung und Technisierung den Kupferbedarf immer weiter steigen lassen. Da Kupfer frei von den emotionalen Einflüssen klassischer Anlagemetalle ist, hängt der Kupferpreis ausschließlich von Angebots- und Nachfragefaktoren ab und ist entsprechend der Konjunkturzyklen extremen Schwankungen unterworfen. In seiner Rolle als Wirtschaftsgut ist Kupfer respektive der Kupferpreis speziell in Zeiten der hohen Nachfrage stark von Förderkosten, Lagerkosten sowie Investitionskosten für die Exploration neuer Lagerstätten abhängig. Hinzu kommen auch deutlich subtilere Einflussfaktoren wie die Preispolitik von Produzenten und großen Kupferkartellen sowie Ein- und Ausfuhrregulationen durch Regierungen.

Schwankungen des Kupferpreises

Wie groß der Einfluss der Digitalisierung, und damit auch der Wirtschaft auf den Kupferpreis ist, zeigt die Betrachtung der vergangenen 20 Jahre. Speziell nach dem Kurstief bei deutlich unter 2.000 US-Dollar pro Tonne zu Beginn des Jahrtausends hat der Rohstoff bis zum Jahr 2009 einen wahren Boom erlebt. Nach dem zwischenzeitlichen Höchststand von über 8.900 US-Dollar fiel der Kupferkurs infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise zurück auf deutlich unter 4.000 US-Dollar pro Tonne, nur um im Jahr 2011 mit 10.180 US-Dollar seine bisweilige Rekordmarke zu setzen.

Seitdem befindet sich Kupfer wieder in einem deutlichen Abwärtstrend. Der Hohe Kupferpreis seit Beginn des Jahrtausends freut jedoch nicht nur Rohstoffanleger und Kupferproduzenten, sondern macht insbesondere Kupfergroßkunden wie Baufirmen, Telekommunikationsunternehmen und Eisenbahngesellschaften wie der Deutschen Bahn AG sorgen. Immer öfter kommt es nämlich dazu, dass Kupferkabel ausgegraben und ganze Gleissegmente demontiert und gestohlen werden. Alleine der im Jahr 2015 bei der Deutschen Bahn entstandene Schaden beziffert sich auf geschätzte 14 Millionen Euro.