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Iridiumpreis

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Wie entsteht der Iridiumpreis?

Der Preis, der für Edelmetalle wie Gold und Silber aufgerufen wird, wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Emotionen von Anlegern bestimmt. Bei dem zur Gruppe der Platinmetalle gehörenden Iridium ist dies anders, da es sich um ein Metall handelt, das unter den Aspekten der Geldanlage derzeit praktisch unbedeutend ist. Die Preisbildung hängt dementsprechend ausschließlich von den industriellen Angebots- und Nachfragemechanismen ab. Da der Iridiumpreis somit sehr stark von der Konjunktur abhängig ist, fällt der Iridiumkurs deutlich volatiler aus als etwa der Goldpreis, der Silberpreis oder der Platinpreis.

Auch wenn die Jahresproduktion an Iridium lediglich 5 Tonnen beträgt, womit das Marktvolumen im Vergleich zu den jährlich geförderten 2.500 Tonnen Gold sehr gering ist, wird der Rohstoff weltweit an Rohstoffbörsen gehandelt. Der Iridiumpreis entsteht somit nicht durch den physischen Handel mit Iridiumbarren, sondern durch Wertpapiere wie Rohstoff-Futures. Die für die Preisbildung bedeutendsten Börsenhandelsplätze sind die New Yorker Warenterminbörse NYMEX, die Tokyo Commodity Exchange (TOCOM) sowie das Chicago Board of Trade (CBOT). Wie für den Handel mit Edelmetallen üblich, bezieht sich der in US-Dollar berechnete Iridiumpreis auf eine Feinunze mit einem Gewicht von rund 31,1 Gramm.

Durch welche Einflussfaktoren wird der Iridiumpreis beeinflusst?

Der größte Einflussfaktor für den Iridiumkurs ist die industrielle Nachfrage, zumal Iridium sowohl im Fahrzeug- und Raketenbau als auch in der Medizintechnik sowie der Schmuckherstellung benötigt wird. Allerdings findet Iridium lediglich in vergleichsweise geringen Mengen Verwendung, so zum Beispiel als Bestandteil von Platinlegierungen. Da der Markt dementsprechend eng ist, lässt sich der Iridiumpreis durch plötzliche Nachfragespitzen sehr schnell beeinflussen. Auf der Angebotsseite ist es vor allem die schwer zu kalkulierende Jahresproduktion, die den Iridiumpreis sprunghaft verändern kann.

Ursächlich ist die Tatsache, dass das Metall in der Regel ausschließlich in Kombination mit anderen Platinerzen zu finden ist und die Konzentration der Einzelmetalle starken Schwankungen unterworfen ist. Weiterhin kommen Faktoren wie Explorationskosten, Förderkosten, der Rohölpreis sowie die künstliche Angebotsverknappung durch das Horten des Metalls hinzu. Für Investoren aus Fremdwährungsräumen wie dem Euroraum kommt der Wechselkurs zwischen dem Euro und dem US-Dollar als zusätzlicher Preisbildungsfaktor hinzu. Emotionale Faktoren, wie Inflationsangst sowie der Wunsch nach Krisensicherheit fehlen im Kanon der Preisbildungsfaktoren.

Geschichte des Iridiumpreises

Wie volatil sich der Iridiumkurs gestaltet, zeigt bereits ein Blick auf den Iridium-Chart der vergangenen 15 Jahre. Nach einem nachfragegesteuerten Hoch zu Beginn des Jahrtausends fiel der Kurs bis ins Jahr 2004 hinein rapide ab, zumal die gesteigerten Förderquoten schnell zu einem Überangebot und damit fallenden Preisen führten. Im Jahr 2010 stieg die Nachfrage nach Iridium aufgrund der fortschreitenden technologischen Entwicklung wiederum an. Der Preis kletterte von rund 300 US-Dollar im Jahr 2010 auf über 850 US-Dollar im Jahr 2013, bevor unter anderem Überkapazitäten zu einem erneuten Einbruch auf das Ausgangsniveau führten. Ausgehend von einem Tief im Jahr 2014 kletterte der Iridiumkurs erneut auf Kurswerte über 800 US-Dollar, wobei sich aktuell (Stand 2017) ein erneuter Abwärtstrend zu bilden scheint.

Eignet sich Iridium als Investment für Privatanleger?

Wer sein Rohstoffportfolio durch einen spekulativen Baustein ergänzen möchte, kann durchaus auf Iridium zurückgreifen, zumal die Angebots- und Nachfragezyklen Chancen bieten, aber auch Risiken bergen. Durch den hohen Aufpreis auf den Iridiumkurs sowie die geringe Fungibilität eignen sich Iridiumbarren nicht als spekulatives Investment. Als physische Portfoliodiversifikation mit langfristigem Ansatz sind Iridiumbarren aber geeignet. Da Iridium schwer zu verarbeiten ist, sind aus Kostengründen keine Iridiummünzen erhältlich, zumal Anleger beim Iridiumankauf durch eine Scheideanstalt oder einen Edelmetallhändler deutliche Abstriche machen müssten.