10 Fun Facts über Edelmetalle ✰ Goldmarkt.de

10 Fun Facts über Edelmetalle

Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin sind ein fester Bestandteil der menschlichen Kultur. Ganz gleich, ob in der Industrie, im Anlagesektor oder in der Schmuckherstellung, Edelmetalle sind allgegenwärtig. Und dennoch gibt es einige interessante Fakten, die nur den wenigsten Menschen geläufig sind. Wir möchten es uns dementsprechend nicht nehmen lassen, die 10 interessantesten Facts zum Thema Edelmetalle zu präsentieren.

1. Der goldene Würfel

Gold wird vom Menschen seit gut 7.000 Jahren gefördert und für unterschiedlichste Zwecke verwendet. Gerade im Angesicht der Millionen Goldunzen, die jährlich über den Tresen wandern, müsste der heute verfügbare Goldberg doch gigantisch sein. Falsch gedacht, denn die bis dato in der Menschheitsgeschichte geförderte Goldmenge beträgt nur rund 190.000 Tonnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 lag die weltweite Steinkohleförderung bei 7.153.000.000 Tonnen. Alles bisher geförderte Gold ließe sich damit zu einem Würfel von aktuell 21,4 Metern Kantenlänge zusammenschmelzen, der wiederum bequem unter dem Eiffelturm Platz hätte.

2. Die größten Goldnuggets der Welt

Immer wieder lösten große Nugget-Funde eine wahre Euphorie aus. Im Gegensatz zu den legendären Nuggets, die den glücklichen Finder über Nacht zum Multimillionär machen, fallen die meisten Nugget-Funde eher bescheiden aus und bringen lediglich wenige Gramm auf die Waage. Nicht so die größten Goldnuggets der Welt. Den dritten Platz belegt das im Jahr 1983 in Brasilien gefundene Pepita Canaa-Nugget mit einem Feingewicht von 60,82 Kilogramm. Auf dem zweiten Platz liegt das legendäre Welcome Nugget aus Australien, das stolze 68,28 Kilogramm auf die Waage bringt. Unangefochtener Spitzenreiter ist jedoch das 72,02 Kilogramm schwere Welcome Stranger Nugget, das im Jahr 1869 in die Geschichtsbücher einging.

3. Dagoberts Goldspeicher

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Die USA verfügen wenig verwunderlich über die weltweit größten Goldreserven. Mit insgesamt 8.133,5 Tonnen (Stand 11/2017) lagert u.a. in Fort Knox und in der Federal Reserve Bank in New York mehr Gold als in China, Russland, der Schweiz, Japan, den Niederlanden, Indien, der Türkei, Portugal, Saudi-Arabien und dem Vereinigten Königreich zusammen. Deutschland verfügt mit einem Lagerbestand von 3.373,7 Tonnen Gold im Übrigen über die weltweit zweitgrößten Goldreserven.

4. Gold aus dem Meer

Wer an Rohstoffvorkommen im Meer denkt, der denkt gleichzeitig an Fördertürme und Bohrplattformen, die Rohstoffe aus dem Meeresboden heben. Das ist auch weitgehend korrekt. Viel verblüffender ist jedoch, dass im Meerwasser laut Forschern beinahe 20 Millionen Tonnen Gold enthalten sind. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass die Goldmenge pro Liter Meerwasser lediglich ein Millionstel Gramm beträgt. Die wirtschaftlich vernünftige Förderung ist damit so gut wie ausgeschlossen.

5. Edelmetalle aus dem Weltall

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Nicht nur Anleger lechzen nach Gold und Silber, sondern auch unsere moderne Industrie. Kein Wunder, dass man versucht, neue Edelmetallvorkommen zu erschließen. Ein sehr vielversprechender Ansatzpunkt sind Asteroiden, denn viele der Himmelskörper weisen eine tausendfach höhere Edelmetallkonzentration auf als die Erdkruste oder bestehen sogar zu einem großen Teil ganz aus Gold, Silber oder Platin. Alleine der zweitgrößte erdnahe Asteroid "433 Eros" beinhaltet nach Schätzungen führender Wissenschaftler Gold für 32 Billionen US-Dollar, Rhodium für 46 Billionen US-Dollar und Platin für ganze 454 Billionen US-Dollar. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass die Verfügbarkeit derartiger Mengen, die Edelmetallpreise abstürzen lassen wird.

6. Platin ist viel seltener als Gold

Auch wenn Gold nach wie vor der König unter den Edelmetallen ist, gebührt diese Ehre in puncto Seltenheit eigentlich Platin. Während der bereits angesprochene Würfel des bis dato in der Menschheitsgeschichte geförderten Goldes eine Kantenlänge von 21,4 Meter aufweist, hätte ein aus allem weltweit geförderten Platin zusammengeschmolzener Würfel leicht in einem durchschnittlichen Wohnzimmer Platz. Zur Ehrenrettung des Goldes sei aber auch gesagt, dass Platin erst seit etwa 200 Jahren bewusst gefördert wird. An der Tatsache, dass Platin dennoch seltener ist als Gold, ändert das freilich nichts.

7. Silber hat faszinierende physikalische Eigenschaften

Dass Silber antibakterielle Eigenschaften hat und deshalb für die Herstellung von medizintechnischen Instrumenten oder die Trinkwasseraufbereitung eingesetzt wird, wissen viele. Darüber hinaus hat Silber noch weitere faszinierende Eigenschaften. Silber ist beispielsweise extrem dehnbar. Nur eine einzige Unze reicht aus, um daraus einen dünnen Draht mit einer Länge von über 2.400 Metern zu ziehen. Aus einem einzigen Körnchen Silber mit einem Gewicht von nur 65 Gramm kann aufgrund der Flexibilität auch eine hauchdünne Folie gepresst werden. Diese ist sogar 150-mal dünner als ein Blatt konventionelles Druckerpapier.

8. Platin war früher Abfall

Platin war nicht immer so geschätzt wie heute. Als die spanischen Eroberer den südamerikanischen Kontinent nach Gold durchwühlten, stießen sie auf ein silbernes Begleitmaterial, das in Sachen Gewicht ähnliche Eigenschaften aufweist wie Gold. Da man das Material für "unreifes" Gold hielt und keine Verwendung für das Metall hatte, warf man es häufig wieder in die Flüsse zurück, aus denen man bereits das Gold geborgen hatte.

9. Hier steckt das Gold der Welt

Nur 10 Prozent der jährlichen Goldnachfrage werden von Zentralbanken erzeugt. Darüber hinaus fließen 10 Prozent in den Technologie-Sektor. Den Löwenanteil macht mit einem Nachfrageanteil von 60 Prozent aber die Schmuckindustrie aus. Unter dem Strich verbleiben für Anlagebarren und Anlagemünzen lediglich 20 Prozent der Weltjahresproduktion.

10. Die wertvollsten Goldmünzen der Welt

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Typische Anlagemünzen aus Gold werden maximal mit einem seichten Aufschlag auf den aktuellen Goldpreis gehandelt. Aber selbst Sammlermünzen kommen im Vergleich zu den drei teuersten Goldmünzen der Welt mit einem sehr bescheidenen Aufgeld daher. Auf dem dritten Rang liegt ein Umayyaden-Denar, der für 3,7 Millionen US-Dollar unter den Hammer kam. Die zweitteuerste Münze der Welt ist ein "Stater" aus dem antiken Griechenland, der für 3,8 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselte. Der Spitzenreiter ist jedoch ein St. Gaudens Double aus dem Jahr 1933 mit einem Nennwert von 20 US-Dollar, der es auf stolze 7,6 Millionen US-Dollar bringt.

Bildquellen:

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